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Glauben leben – mitten im Familienalltag

Bild Gottes Wort im Alltag

Mit dem neuen Schuljahr ist wieder mehr Bewegung in unseren Alltag gekommen. Morgens müssen alle rechtzeitig los, nachmittags warten Aufgaben und Termine. Dazu kommen Nachrichten, Videos und viele Stimmen, die um unsere Aufmerksamkeit werben. Wie kann der Glaube an Jesus diesen Alltag prägen?

In 5. Mose 6,6–7 fordert Mose Gottes Volk auf, Gottes Worte zu Herzen zu nehmen und sie den Kindern einzuprägen. Darüber sollen sie sprechen: zu Hause und unterwegs, beim Hinlegen und beim Aufstehen. Gottes Wort gehört mitten in das gewöhnliche Leben.

Dabei beginnt Mose bei unserem eigenen Herzen. Was wir weitergeben möchten, dürfen wir selbst immer wieder hören, bedenken und glauben. Glauben weiterzugeben beginnt damit, dass wir selbst auf Gott hören.

Glauben vorleben und von Jesus erzählen

Unsere Kinder erleben, worauf wir vertrauen. Sie hören, wie wir über andere Menschen reden, und sehen, wie wir mit Sorgen umgehen. Sie merken, ob wir uns Zeit für sie nehmen. Wenn wir Gott für eine Mahlzeit danken oder eine schwierige Situation im Gebet vor ihn bringen, wird unser Glaube für sie sichtbar. Auch eine ehrliche Entschuldigung kann ihnen zeigen, was Gottes Gnade in unserem Leben bewirkt.

Dabei müssen wir keine perfekten Eltern sein. Wir brauchen Jesus selbst. Er hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung den Weg zu Gott geöffnet. Bei ihm finden wir Vergebung. Mit unserer Ungeduld und unseren Versäumnissen dürfen wir zu ihm kommen und neu anfangen.

Wenn wir unseren Kindern davon erzählen, lernen sie den kennen, dem wir vertrauen. Sie dürfen erfahren: Zu Jesus kann ich mit meinen Fragen, meiner Schuld und meinen Ängsten kommen.

Aufmerksam begleiten

Smartphones und soziale Medien gehören zu den Themen, die viele Familien beschäftigen. Welche Einflüsse prägen unsere Kinder? Was begegnet ihnen auf dem Bildschirm? Und wie können wir sie dabei begleiten?

Diese Fragen richten den Blick auch auf unser eigenes Verhalten. Legen wir das Handy zur Seite, wenn unser Kind etwas erzählen möchte? Hören wir zu? Nehmen wir seine Fragen ernst – auch dann, wenn wir selbst nicht sofort eine Antwort haben?

Solche Momente geben uns Gelegenheit, unsere Kinder besser kennenzulernen und gemeinsam Orientierung in Gottes Wort zu suchen. Dazu braucht es Zeit und die Bereitschaft, sich unterbrechen zu lassen.

Kleine Schritte im Alltag

Vielleicht beginnt es diese Woche mit einem kleinen Schritt: einem kurzen Bibelabschnitt beim Abendessen, einem Gebet vor der Schule oder einem Gespräch darüber, wofür wir Gott dankbar sind.

Auch auf einer Autofahrt kann ein Kind eine Frage stellen, die uns Gelegenheit gibt, von Jesus zu erzählen. Beim Zubettgehen kommt vielleicht eine Sorge zur Sprache, die wir gemeinsam vor Gott bringen können. Solche Gespräche lassen sich nicht immer planen. Aber wir können aufmerksam dafür werden.

Wir können Glauben nicht erzwingen. Doch wir können von Jesus erzählen, ihn vorleben und unsere Kinder Gott anvertrauen. Das entlastet uns und ermutigt uns zugleich, die kleinen Gelegenheiten im Alltag zu nutzen.

Gemeinsam die nächste Generation begleiten

Auch als Gemeinde können wir Familien darin unterstützen. Großeltern, Singles und Menschen ohne eigene Kinder können für die nächste Generation beten, Glauben vorleben und sich Zeit für junge Menschen nehmen. Ein offenes Ohr, ehrliches Interesse und ein ermutigendes Wort können viel bedeuten.

Gottes Wort selbst zu Herzen nehmen und im Alltag von Jesus reden – dazu sind wir gemeinsam eingeladen. Im vollen Wochenplan, zwischen Schultasche und Abendessen, beim Aufstehen und beim Schlafengehen. Jesus ist treu. Ihm dürfen wir unsere Kinder und uns selbst anvertrauen.

bubaspitzle
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